Partnerschaftliche Fairness,
umweltbewusster Anbau
und höchste Qualität

– DIESE DREI DINGE SIND UNS IM ROHKAFFEE HANDEL BESONDERS WICHTIG

Zusammenarbeit mit Kooperativen

Alle Kaffees, die im Avenir angeboten werden, werden ausschließlich auf Farmen angebaut, die sich in Kooperativen, also in basisdemokratischen Strukturen, organisieren. Seit 2026 importieren wir einen Großteil unseres Arabica-Kaffees direkt und partner:innenschaftlich von dem Kooperativen-Dachverband FAPECAFÉ in Ecuador.

Wir beziehen aber auch Rohkaffee über befreundete Import-Röstereien aus unserem Netzwerk wie z.B. Quijote Kaffee, die für Transparenz und Partner:innenschaftlichkeit stehen, sowie über GEPA und ElPuente, zwei führende Akteuer:innen im Fairen Handel.

Langfristige Handelsbeziehungen

Unser Ziel ist es, Handelspartner:innenschaften nachhaltig aufzubauen. Das bedeutet, dass wir unsere Kaffeebezugsquellen nicht ständig wechseln, sondern möglichst langfristige Handelsbeziehungen eingehen, die Verlässlichkeit für beide Seiten bedeuten.

Kooperativen, von denen wir Kaffee direkt importieren oder mit Quijote Kaffee co-importieren, besuchen wir regelmäßig (nach Möglichkeit einmal pro Jahr), um einen persönlichen, vertrauensvollen Kontakt aufzubauen. Detaillierte Verträge mit den Kooperativen werden schon vor Beginn der Ernte geschlossen, in denen Kriterien für Qualität, Anbau und Verarbeitung festgelegt werden. Dies bietet beiden Seiten Planbarkeit und finanzielle Sicherheit.

Preisstrukturen

Bei einem Großteil unseres Rohkaffees vereinbaren wir oder unsere Importpartner:innen die Preise und Mengen zu Beginn eines jeden Erntejahres mit den Kooperativen. Der Anspruch dahinter ist es, eine Preisstabilität zu garantieren, möglichst unabhängig von den regelmäßigen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt.

El Puente und GEPA handeln die Verträge zum Ende des Vorjahres aus und zahlen mindestens den Fairtrade Mindestpreis. Ist der Weltmarktpreis höher als dieser Mindestpreis, wird mindestens der Weltmarktpreis gezahlt. Die Kooperativen können abhängig von der Entwicklung des Weltmarktpreises aber entscheiden, zu welchem Zeitpunkt sie den Preis fixieren wollen.

Zusammenarbeit mit Importpartner:innen

Neben unserem eigenen Import co-importieren wir auch Kaffee gemeinsam mit unseren langjährigen Freund*innen von Quijote Kaffee und El Puente.

Mit El Puente arbeiten wir bereits seit 2011 zusammen – seit der Geburtsstunde der Lünebohne. El Puente ist ein Fair-Trade-Unternehmen, das Lebensmittel und Handwerksprodukte aus Afrika, Asien und Lateinamerika importiert und vertreibt. Es arbeitet dabei mit Kleinbäuer:innen, Familienbetrieben und lokalen Fairhandels-Organisationen in über 40 Ländern zusammen. El Puente ist seit Beginn der 70er Jahre aktiv und zählt damit zu den Pionieren der Fairhandels-Bewegung in Europa. Als Importeur zahlt El Puente gerechtere, von den Produzent:innen kalkulierte Preise, die meist über die Fairhandels-Mindestpreise hinausgehen. Die Organisation versteht sich nicht allein als Händler, sondern auch als politischer Akteur, der globalen Handel gerecht und verantwortungsvoll gestaltet und entwicklungspolitische Bildungsarbeit als festen Bestandteil der eigenen Arbeit sieht. Passend dazu hat sich El Puente dem Prinzip des „nicht-gewinnorientierten-Wirtschaftens“ verschrieben.

Mit Quijote Kaffee arbeiten wir seit 2018 zusammen. Quijote importiert und röstet Kaffee aus direktem Handel. Ähnlich wie auch im klassischen „fairen“ Handel üblich, kommen alle Kaffees von politisch unabhängigen, demokratischen Zusammenschlüssen kleiner und mittelgroßer Produzent:innen, bei denen Zwangs- und Kinderarbeit verboten ist. Quijotes Handelsphilosophie geht aber deutlich über Fairtrade-Standards hinaus. So gewähren sie ihren Partner:innen einen Garantiepreis, der weit über dem Fairtrade-Mindestpreis liegt. Durch regelmäßigen Besuch (mindestens ein Mal im Jahr) und persönlichen Kontakt mit den Partnerkooperativen hat das Team von Quijote einen Handel auf Augenhöhe und ein starkes Vertrauensverhältnis mit seinen Partner:innen aufgebaut. Ernten finanziert Quijote gerne mit 60 bis 100% zinslos vor, damit die Kaffeebäuer:innen die anfallenden Kosten vor Ort bezahlen können. Detaillierte Verträge mit den Kooperativen schon vor Beginn der Ernte bieten beiden Seiten Planungssicherheit und finanzielle Sicherheit. Beim Anbau, der Ernte und der Verarbeitung lädt Quijote die Farmer:innen gerne zum Experimentieren ein und trägt dabei das finanzielle Risiko. Neben ökonomischer Fairness liegt Quijote eine ökologische Herstellung am Herzen. So fördern sie ökologischen Anbau und Bio-Zertifizierungen. Das wohl außergewöhnlichste ist die enorme Transparenz, die Quijote an den Tag legt: Das Kollektiv veröffentlicht auf seiner Homepage nicht nur Kaufverträge und Preiskalkulationen, sondern auch Besuchsprotokolle von den Reisen bei den Kooperativen und Röstprofile der einzelnen Kaffees.

Vorfinanzierung

Sowohl das Avenir als Importeur, als auch Quijote Kaffee und El Puente finanzieren die Ernten mit 50-100% vor, damit die Ernte ohne finanziellen Stress eingebracht werden kann und laufende Kosten vor Ort bezahlt werden können. Bereits seit 2022, als wir noch Co-Importeur von Quijote Kaffee waren, finanzieren auch wir Teile der Ernte aus Ecuador und seit 2023 aus Honduras vor. Für diese Kredite verlangen wir keine Zinsen. Unser Ziel ist es, die Anteile der Vorfinanzierung kontinuierlich zu erhöhen.

Nachhaltige Qualität

Fast alle unsere Partner:innen sind bio-zertifiziert, alle produzieren nachhaltig im Sinne einer Agroforstwirtschaft. Das bedeutet, dass die Kaffeepflanzen in einer biodiversen Umgebung zwischen anderen Bäumen und Sträuchern wachsen, oft in Kombination mit Tierhaltung. Kaffee von großen Monokultur-Plantagen gibt es bei uns nicht!

Der Erhalt bzw. die Wiederherstellung gesunder Ökosysteme im Kaffeeanbau liegt und am Herzen. Die Qualität der Bohnen auch. Denn der geröstete Kaffee ist nur so gut ist wie sein Rohkaffee. Aus mittelmäßigem Rohkaffee wird nie eine großartige Röstung. Deswegen kommt bei uns nur Qualität in die Trommel, sodass wir mit dem Rösten das volle Potential der Bohnen rausholen können.